| Geschichte | Kirchenrundgang | Ausstattung | Geläute | Jubiläum |
| 803 / 826 | Erste Erwähnungen einer Kirche zu Ragaz gehen auf die Jahre 803 (Churer Urbar) und 826 (Proklamation von Bischof Victor) zurück. |
| 843 | Nennung der Kirche von Ragaz im Codex Sangallensis 609 der Stiftsbibliothek St. Gallen. |
| 1209 | St. Pakratius wird als Kirchenpatron zum ersten Mal erwähnt. Der Hl. Pankraz starb 304 als Märtyrer in Rom. Er gilt als Beschützer der Eide und ist einer der 14 Nothelfer. Er ist Patron der Pfarrei Ragaz bis 1702. |
| 1327 | Am 24. Januar überträgt Bischof Johannes I. die Pfarrkirche in Ragaz und Filialkirche in Valens samt allen Einkünften und Zubehör dem Kloster Pfäfers. Sie bleiben es bis zur Klosteraufhebung im Jahr 1838. |
| 1471 | Die Gemeinde Ragaz stiftet an ihrer Kirche zu Ehren des Hl. Sebastian eine ewige Frühmesspfründe. Für deren Innehaltung wird der Abt von Pfäfers bestimmt. |
| 1530/33 | Am 27. März 1530 beschliesst die Mehrheit der Kirchenleute die Abschaffung der
Messe und die Entfernung der Altäre. Am 27. Juni 1533 werden die vier Altäre wieder hergestellt. Sie sind gewidmet der Hl. Dreifaltigkeit, St. Pankratius, St. Johannes dem Täufer und St. Barbara. |
| 1559 | Das Giessen der grossen Glocke wird an die Zürcher Giesserei vergeben. Die Glocke wiegt 35 Zentner weniger 4 Pfund, also 1748 kg. Jeder Zentner kostet 13 Sonnenkronen. Die Gesamtkosten inkl. Transport und Aufzug betragen 808 Gulden. |
| 1703 | Bau der heutigen Kirche unter Abt Bonifaz Tschupp I. Wappen über dem Hauptportal. Pfarrer ist Dekan Melchior Weber, der die Hauptlast der Kosten trägt. Baumeister Ulrich Lang, Sargans. Schnitzer: Meister Rosenkranz, Hans Jakob Locher, Johannes Kolhaupt, Franz Bislin. Chorgestühl: Johann Müller aus Feldkirch. |
| 1704 | Am 28. September wird die Kirche durch Bischof Federspiel geweiht. Patronin ist
die in den Himmel aufgenommene Gottesmutter Maria. (Patrozinium 15. August) |
| 1746 | Die Kirchendecke wird erneuert mit Stukkaturen von Maler Martin Zeuger, Lachen. Wappen von Abt Bonifaz Pfister III. |
| 1863 | Renovation des Hochaltars. Hochaltargemälde von Paul Deschwanden. |
| 1868 | Vier neue Glocken aus der Giesserei Jakob Keller, Zürich. |
| 1881 | Seitenaltargemälde von Severin Benz |
| 1885 | Bau einer neuen Orgel mit zwei Manualen, 18 Registern und einem Pedal. |
| 1888 | Neuer Tabernakel, gestiftet von Flavian Egger. Er wird 1926 wieder durch den ursprünglichen ersetzt. |
| 1892 | Umbau und Erhöhung des Kirchturms von Architekt August Hardegger. Abbruch der alten Holzglockenstube mit dem alten Turmhelm. |
| 1908 | Bau der Vorhalle |
| 1918 | Orgelumbau in zwei Teilen auf beiden Seiten. Sänger in der Mitte. Kosten Fr. 20718.- |
| 1929 | Eine Kanzelfigur wird erstmals gestohlen und nachgeschnitzt. |
| 1933 | Bau eines elektrischen Glockenantriebs. |
| 1938 | Innenrenovation durch Architekt Hans Burkhard. Elektrische Heizung. Die Kreuzigungsgruppe wird an die Chorwand versetzt. Chorfenster von August Wanner. |
| 1939 | Umbau des Hochaltars. St. Michaelsfigur an Stelle des oberen Bildes. |
| 1950 | Die Glassteine der Monstranz aus dem Jahr 1704 werden durch echte Steine ersetzt. Finanziert durch Pfarrer Johannes Täschler. |
| 1952/53 | Aussenrenovation. Neugestaltung des Turmes in der heutigen Form. Erweiterung der Sakristei. Neubau der Vorhalle. |
| 1959 | Restauration der grossen Marienstatue durch Bildhauer Albert Wider. Sie wird an die Stelle des Altarbildes von Paul Deschwanden gesetzt. |
| 1962/63 | Teilweiser Einsturz des Deckengemäldes. Teilrenovation mit Bodenerneuerung. |
| 1969 | Errichtung des Zelebrationsaltars im Chor. Neubau der Orgel durch die Firma Kuhn, Männedorf. Festschrift. |
| 1981 | Diebstahl von fünf Kanzelfiguren und zwei Tabernakelfiguren. |
| 1985 | Vier Kanzelfiguren werden in Köln sichergestellt und Pfarrer und Mesmer zurückgegeben. Schnitzer Josef Schibig aus Steinen fertigt Kopien an. Die Figuren werden gesichert an ihre Plätze gestellt. Erwerb der Bruderklausenstatue von Stefan Gort, Vättis. |
| 1986 | Elektronische Alarmsicherung. |
| 1989 | Pfarrer Bruno Kutter erstellt die Dokumentation in drei Bänden über Gebäude, Bilder, Kunst- und Kultgegenstände und liturgische Gewänder. Damit besitzen Kirchgemeinde und Pfarrei eine umfassende Dokumentation ihrer Kulturgüter. |
| 1993 | Aussen- und Innenrestauration der Pfarrkirche durch Architekt Felix Schmid, Rapperswil. Am 13. August wird die Josefsglocke geweiht und in den Turm aufgezogen. Glockenguss durch die Firma Rüetschi, Aarau. Inschrift: Hl. Josef, Beschützer der Kirche, bitte für uns. |
| 1994 | Altarweihe durch Bischof Otmar Mäder, St. Gallen. Eröffnung der restaurierten Kirche. Kosten von Fr. 3,8 Millionen Franken. |
| 1995 | Pfarrer Bruno Kutter erhält für sein 25-jähriges segensreiches Wirken das Ehrenbürgerrecht der Ortsgemeinde. |
| 2003/04 | Feierlichkeiten zu 300 Jahre Pfarrkirche Bad Ragaz. |