Todesfall

Gedanken zu Tod und Trauer
Texte
Todesfall - Was ist zu tun?

 

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· Sich mit dem Tod auseinander setzen statt ihn verdrängen
Wir sterben nicht gerne. Zumindest solange wir gesund und bei Kräften sind, solange wir etwas haben, an dem wir uns freuen können, möchten wir am Leben bleiben. Sterben heisst loslassen, schwach werden, nicht mehr mithalten können, zurücktreten müssen. Wenn dann noch körperliche Schmerzen und Einsamkeit dazukommen, ist es besonders schmerzhaft.

Verständlich also, dass wir Angst haben vor dem Tod, vor dem Sterben. Und diese Angst darf auch sein. Auch wenn wir uns noch so intensiv mit Sterben und Tod auseinander setzen, auch wenn eine lebendige Hoffnung auf Auferstehung in uns lebt, auch wenn wir zurückblicken können auf ein reiches, erfülltes Leben: es gibt Momente, da uns angst wird, wenn wir an den Tod denken.

Dies erst recht, wenn wir selbst betroffen sind - durch den Tod eines Menschen, der uns nahe stand, oder wenn wir gar erfahren, dass wir selbst beispielsweise an einer Krankheit leiden, die zum Tod führt, ist es vollkommen natürlich, dass wir uns fürchten.

Entscheidend ist nun, wie wir mit dieser Angst umgehen. Nehmen wir sie an? Sprechen wir sie aus? Oder gehen wir ihr und dem Gedanken an den Tod lieber aus dem Weg? An dieser Frage entscheidet sich für unser Leben wohl mehr, als wir auf den ersten Blick denken! Nie ist es lebensfördernd Gefühle, die uns eigen sind, zu verdrängen und zu überdecken. Denn auf Dauer lassen sie sich nicht unterdrücken.

Pierre Stutz, Gottesdienst feiern mit Trauernden, Rex-Verlag


Letztlich ist das Leben ein langsames Entdecken, dass alles Geschaffene dem Tod anheimgegeben ist. So können wir die Schönheit alles Geschaffenen nur bewundern, dürfen uns jedoch nicht daran festklammern, als wäre es ein dauernder Besitz. Unser Leben kann tatsächlich als ein Prozess des Mit-dem-Tode-vertraut-Werdens angesehen werden, als eine Schule der Kunst des Sterbens. Ich möchte das nicht in krankhafter Weise verstanden wissen. Im Gegenteil, wenn wir das Leben als jederzeit vom Tode gefährdet ansehen, können wir uns an ihm um so tiefer erfreuen, da wir es als das erkennen, was es ist: ein freies Geschenk. Die Bilder, Briefe und Bücher aus der Vergangenheit rühren uns das Leben als ein ständiges Abschiednehmen vor Augen, ein Abschiednehmen von schönen Orten, lieben Menschen und wunderbaren Erfahrungen. In jeder Ankunft liegt ein Abschiednehmen, in jeder Vereinigung eine Trennung, in jedem Aufwachsen ein Altern, in jedem Lächeln eine Träne, und in jedem Erfolg ist ein Verlust. Alles Leben ist Sterben, und jede Feier ist auch eine Abtötung.

Henri J.M. Nouwen, Siehe ich mache alles neu, Trost in Trauer, Herder-Verlag

 

Texte   nach oben

Ich gehe langsam aus der Welt heraus
in eine Landschaft jenseits aller Ferne,
und was ich war und bin und was ich bleibe,
geht mit mir ohne Ungeduld und Eile,
in ein bisher noch nicht betretenes Land.

Ich gehe langsam aus der Zeit heraus
in eine Zukunft jenseits aller Sterne,
und was ich war und bin und immer bleiben werde,
geht mit mir ohne Ungeduld und Eile,
als wäre ich nie gewesen oder kaum.

Hans Stahl


So könnte ein verstorbenes Kind zu uns sprechen:
"Ich bin euch allen vorausgegangen.
Ihr seht mich nicht mehr.
Aber ich bin nach wie vor in Liebe mit euch verbunden."

Paolo Brenni


Sterben heisst neu geboren werden in eine andere Welt,
von der wir hier nur träumen können.

Paolo Brenni


Warum der Tod?
Und was nach dem Tod?
Wir fragen und fragen.
Finden wir Antworten?
Wer ist es, der antwortet?
Paolo Brenni


In der Mitte der Nacht
liegt der Anfang eines neuen Tages,
und in ihrer dunklen Erde
blüht die Hoffnung.

Ich will Licht sehn
in der Dunkelheit.
Den richtigen Weg finden
in der Einsamkeit.
Ich will Licht sehn!

Ich will Licht sein,
wenn die Nacht dich schreckt.
Die richtigen Worte finden,
die die Liebe weckt.
Ich will Licht sein.

Lass uns Licht sehen
schon im Morgenrot,
auf unseren Wegen gehen,
wo kein Unheil droht.
Lass uns Licht sehn.

In der Mitte der Nacht
liegt der Anfang eines neuen Tages,
und in ihrer dunklen Erde
blüht die Hoffnung.

Sybille Fritsch


Wenn wir Menschen entschlafen,
dürfen wir hoffen, dass Gott nicht schläft,
sondern hellwach über die Lebenden und Toten wacht.

Kurt Koch


Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das Alte unsere Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach, Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch,
den bittern des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken,
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann woll'n wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsere Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breite,
so lass uns hören jenen vollen Klang der Welt,
die unsichtbar um uns weitet
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Dietrich Bonhoeffer

 

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Bei einem Todesfall in unserer Gemeinde sind folgende Personen und Amtsstellen zu benachrichtigen und folgende Punkte zu beachten:


· 1. Arzt

Den Hausarzt des Verstorbenen benachrichtigen.
Wenn dieser nicht erreichbar ist, gibt Tel. 144 den Namen des Pikettarztes bekannt.


· 2. Pfarrämter

Römisch katholisches Pfarramt
Sekretariat Tel. 081 302 11 05
Pastoralassistent Tel. 081 302 16 20
Wenn Seelsorger nicht erreichbar:
Messmer Tel. 081 302 25 39 / Nat. 079 405 59 76

Evangelisches Pfarramt
Pfarrer Jan Ludwig Reintjes Tel. 081 302 13 57

Mit dem entsprechenden Pfarramt ist der Bestattungstermin zu vereinbaren.
- Katholische Bestattungen werktags um 10.00 Uhr
- Evangelische Bestattungen werktags um 14.00 Uhr
- (Besammlung auf dem Friedhof)
- Gespräch über die Bestattungsart (Erdbestattung oder Urnenbestattung)
- Gespräch über den Lebenslauf

Die Trauergottesdienste finden nach der Bestattung in der entsprechenden Kirche statt. Die Angehörigen begeben sich nach der Bestattung sofort in die Kirche.

Die Gedächtnisgottesdienste finden bei den Katholiken an den beiden folgenden Sonntagen um 09.30 Uhr, und bei den Evangelischen am darauffolgenden Sonntag um 09.30 Uhr statt.


· 3. Zivilstandsamt (Bürozeit)

Rathaus Bad Ragaz; Tel. 081 303 49 32
Familienbüchlein und ärztlichen Totenschein abgeben, Bescheid sagen über Bestattungsdatum und Art der Bestattung.
Das Rathaus meldet für das Endläuten in den Pfarrkirchen.


· 4. Krankenschwestern

Krankenpflegeverein, Seestrasse 1; Tel. 081 302 17 68
Die Schwestern besorgen das Herrichten und Einkleiden des Verstorbenen.


· 5. Redaktionen der Zeitungen für die Todesanzeige

Publicitas AG, Mels; Tel. 081 723 55 75

Ausserhalb der offiziellen Bürozeiten, bitte folgende Nummer wählen:
Sarganserländer; Tel. 081 725 32 32 / Fax 081 725 32 30
Grisch Annoncen Chur; Tel. 081 255 83 83 / Fax 081 255 83 84


· 6. Bei Beerdigungen zu beachten

Einen Träger für das Grabkreuz bestimmen, das Kreuz und die Beschriftung besorgt die Gemeinde. Der Kreuzschmuck ist Sache der Angehörigen.

Nach der Beerdigung Kondolenzkarten aus der bereitgestellten Urne mitnehmen oder beim Mesmer abholen.